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Das Buch "Change - Wendepunkte im Beruf erfolgreich gestalten"

 

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Wir alle erleben immer wieder Situationen, die uns vor eine besondere Herausforderung stellen. Der Verlust des Jobs ist eine solche. Manchmal passiert es schleichend, manchmal kommt es wie ein Paukenschlag, aber die Empfindung ist fast immer eine existenzbedrohende. Nicht mehr gebraucht zu werden, seine Familie nicht mehr unterhalten, seine finanziellen Verpflichtungen nicht mehr erfüllen zu können, solche Gedanken verdichten sich in diesen Momenten zu einem einzigen: Wie soll es weitergehen?
Das Buch "Change - Wendepunkte im Beruf erfolgreich gestalten" will Mut machen, auch in diesen dunklen Stunden den Silberstreif am Horizont zu sehen, zu erkennen, dass man nicht chancenlos ist, so sehr die augenblickliche Situation sich auch so anfühlen mag.

 

 

In der Krise das Heft in der Hand behalten
 
Herr Kroning schaute aus dem Fenster seines Büros im 20. Stock. Es war 19:30 Uhr, und die Aufsichtsratssitzung der WERT AG war vor einer Viertelstunde zu Ende gegangen. Er hatte erwartet, dass es hart werden könnte, aber dass es so ausging, damit hatte er nicht gerechnet. Es klang ihm jetzt noch in den Ohren. „Herr Kroning“ hatte der Aufsichtsratsvorsitzende nach langer Diskussion gesagt, „wir sind zu der Überzeugung gelangt, dass das Unternehmen einen personellen Neuanfang braucht. Der Aufsichtsrat hat deshalb mit Mehrheit beschlossen, Sie mit sofortiger Wirkung freizustellen. Alle weiteren Schritte stimmen Sie bitte mit mir persönlich ab“. Was nur war falsch gelaufen? Hatte er das Unternehmen nicht in den letzten Jahren gut vorangebracht, Umsatz und Ergebnis gesteigert? Ja, da hatte es gelegentlich Gegrummel gegeben, aber wo gehobelt wird, da fallen Späne. Und natürlich gibt es immer ein paar Leute, die gegen einen arbeiten. Aber er hatte doch alles im Griff gehabt, oder? Wie sollte er das seiner Frau, seiner Familie beibringen? Was würden die Freunde und Kollegen sagen? Wie sollte es weitergehen? Ok, finanziell war er erst mal gesichert. Sein Vertrag lief noch zwei Jahre. Aber es war klar, er brauchte eine Strategie und professionelle Unterstützung. Er griff zum Telefon und rief seinen Anwalt an. Den kannte er schon seit über zwanzig Jahren, noch aus der gemeinsamen Zeit an der Uni. Dr. Weber begrüßte ihn wie immer: „Na Ralf, alles klar bei Dir?“ Herr Kroning schluckte kurz und antwortete dann: „Leider nicht. Man hat mich soeben gefeuert“. „Wie bitte?“ Herr Weber schien total überrascht. Nach kurzem Gespräch schlug er Herrn Kroning vor, dass er direkt morgen zu ihm in die Kanzlei kommen solle. Die rechtliche Seite könne er selbstverständlich übernehmen, aber er brauche unbedingt jemanden, der ihm helfe, eine Kommunikationsstrategie zu entwickeln und positiv aus dieser Situation heraus wieder in neue Verantwortung zu kommen. Er gab ihm die Nummer eines Executive-Coaches, mit dem er schon seit einigen Jahren vertrauensvoll zusammenarbeitete, und empfahl ihm, mit diesem umgehend Kontakt aufzunehmen. Wir trafen uns am nächsten Tag in meinem Büro. Herr Kroning war ein stattlicher Mann Anfang 50. Man sah ihm an, dass er gewohnt war, die Dinge in der Hand zu haben und zu steuern. Und trotzdem wirkte er irgendwie hilflos. Er schilderte kurz seine Situation und fragte mich, wie er denn jetzt am besten vorgehen sollte. Ich antwortete ihm: „Herr Kroning, jetzt kommt es in erster Linie darauf an, dass das öffentliche Bild von Ihnen positiv bleibt, dann können wir die nächsten Schritte angehen.“ Er sah mich erwartungsvoll an und fragte: „Wie soll das gehen? Was schlagen Sie vor?“ Meine Antwort war: „Lassen Sie uns zunächst die Situation analysieren. Daraus leiten wir die notwendigen Maßnahmen der Kommunikation nach innen und nach außen ab. Wenn Sie es möchten, kann ich auch in direkten Kontakt zu Ihrem Aufsichtsratsvorsitzenden treten.“ „Das wird nicht nötig sein“, entgegnete er. Er begann, seine Situation ausführlich zu schildern. Wie er vor acht Jahren diesen Job hoffnungsvoll angetreten hatte. Wie er das gesamte Unternehmen restrukturiert und wieder auf Erfolgskurs gebracht hatte. Wie es ihm gelungen war, den stärksten Konkurrenten zu übernehmen. Und dass es völlig klar gewesen sei, dass sein Vertrag vor drei Jahren verlängert wurde. Ja, er habe für das vergangene Jahr noch eine besonders hohe Tantieme bekommen. Und nun plötzlich das. Ich fragte, ob sich in der Aktionärsstruktur etwas verändert habe? „Ja“, antwortete Herr Kroning, „vor eineinhalb Jahren hat ein Hedgefond einen erheblichen Anteil der Aktien übernommen. Aber die waren in erster Linie an Rendite interessiert. Natürlich gab es auch Diskussionen über die Ausrichtung des Unternehmens, aber ich habe mich mit meiner Strategie immer durchgesetzt.“ Ich fragte ihn, wie er mit seinen Kollegen im Vorstand zusammengearbeitet habe. Er antwortete, dies sei in der Regel immer kollegial gewesen. Allerdings, wenn er dies jetzt so Revue passieren lasse, falle ihm doch auf, dass der für das Finanzressort zuständige Kollege in letzter Zeit zurückhaltend und öfter auch mal kritisch gewesen sei. Ich ging zum Flipchart, und wir begannen, die Beziehungen zu den entscheidenden Personen zu skizzieren, angefangen von der Zeit des Eintritts bis zur jetzigen Situation. Und immer deutlicher wurde, wie sehr sich diese verändert hatten. Er war bestürzt. So hatte er dies noch nicht gesehen. Aber er hatte eine erste Vorstellung, warum ihm passiert war, womit er nie gerechnet hatte. Jetzt konnten wir in die konkrete Arbeit gehen. Wir entwarfen gemeinsam eine Stellungnahme für die Kommunikation ins Unternehmen, formulierten eine Pressemitteilung und die wesentlichen Punkte für den Aufhebungsvertrag, dessen rechtliche Ausgestaltung natürlich sein Freund, der Anwalt übernahm. So gerüstet, ging er in das Gespräch mit seinem Aufsichtsratsvorsitzenden. Die Kommunikationsstrategie ging auf. Der Aufsichtsratsvorsitzende und die handelnden Personen im Unternehmen hielten sich an die vereinbarte Sprachregelung. Damit war der erste Schritt für die Neupositionierung getan. Wir trafen uns noch oft, starteten wenig später das komplette NewPlacement-Coachingprogramm. Und innerhalb eines Jahres war er in angemessener neuer Verantwortung. Sein schönstes Feedback für mich war, als wir uns auf einen Kaffee trafen, dass er mir sagte, „Sie haben mir geholfen, die Dinge anders zu sehen. Ich achte heute sehr darauf, und bin mir ziemlich sicher, dass ich nicht wieder in solch eine Situation kommen werde.“
 
Sie haben mir geholfen, die Dinge anders zu sehen

 
 
 
 

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