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Das Buch "Change - Wendepunkte im Beruf erfolgreich gestalten"

 

Hier können Sie das Buch bestellen.

 

Wir alle erleben immer wieder Situationen, die uns vor eine besondere Herausforderung stellen. Der Verlust des Jobs ist eine solche. Manchmal passiert es schleichend, manchmal kommt es wie ein Paukenschlag, aber die Empfindung ist fast immer eine existenzbedrohende. Nicht mehr gebraucht zu werden, seine Familie nicht mehr unterhalten, seine finanziellen Verpflichtungen nicht mehr erfüllen zu können, solche Gedanken verdichten sich in diesen Momenten zu einem einzigen: Wie soll es weitergehen?
Das Buch "Change - Wendepunkte im Beruf erfolgreich gestalten" will Mut machen, auch in diesen dunklen Stunden den Silberstreif am Horizont zu sehen, zu erkennen, dass man nicht chancenlos ist, so sehr die augenblickliche Situation sich auch so anfühlen mag.

 

 

Wenn es „knirscht“ im neuen Job
 
„Wann können wir telefonieren?“ Ihre Stimme klang ein wenig aufgeregt, und ich kannte den Ton aus unserem Coaching sehr genau. Da war etwas im Busch. Ich antwortete: „Am besten heute Abend, da können wir ausführlich miteinander reden“. „Das ist gut. Ich rufe Sie dann gegen 19:00 Uhr an, ok?“ „Ja, das ist ok.“ Kurz nach 19:00 Uhr klingelte das Telefon. Ich nahm ab, und Frau Lenz sprudelte sofort los: „Die ersten vier Wochen sind kaum vorbei, da kommt es schon zu ersten Konflikten“. „Frau Lenz“, sagte ich, „das ist völlig normal. Sie positionieren sich, und die anderen schauen nicht einfach zu. Darüber hatten wir ja gesprochen“. „Natürlich“, antwortete sie, „ich habe es nur nicht so schnell erwartet. Ich habe die neue Abteilung übernommen, habe mich entsprechend eingeführt, wie wir das besprochen hatten. Und das hat soweit auch gut geklappt. Aber heute im Management-Meeting hat Herr Schnelle plötzlich ein Projekt für sich reklamiert, welches eigentlich in meine Abteilung gehört. Und das mit einer ziemlich abenteuerlichen Begründung.“ „Und wie haben die Kollegen und der Chef reagiert“, fragte ich. „Einige Kollegen haben gegrinst, andere schauten eher unbeteiligt. Und mein Chef, das heißt unser Chef, hat nur trocken bemerkt, wir sollen das unter uns klären. Wie gehe ich jetzt damit am besten um?“ Ich antwortete mit einer Gegenfrage. „Haben Sie schon alle Kennenlern-Gespräche in der Abteilung und mit den Kollegen geführt?“ „Ja, klar“. Das kam spontan und überzeugend. „Um was genau geht es in diesem Projekt. Warum gehört es in Ihre Abteilung?“ Sie erklärte mir kurz, dass das Projekt vom Thema, Inhalt und Prozess in ihre Zuständigkeit fiel, aber natürlich auch andere Abteilungen daran mitzuarbeiten hätten. „Also geht es darum, wer das Projekt führt?“ fragte ich. „Genau das ist mein Eindruck. Es könnte aber noch schlimmer kommen, dass nämlich damit auch das Thema weg ist.“ „Welchen Grund könnte es dafür geben?“ „Herr Schnelle argumentiert, dass er schon mit seinen Leuten ein strukturell ähnliches Projekt gemacht habe und den Dienstleister, der dort eingebunden werden soll, sehr gut kenne. Damit würde alles schneller gehen“. Ich nickte und sagte: „Ein beliebtes Verfahren, um Zuständigkeiten zu verändern. Wie gut kennen ihre Mitarbeiter das Thema? Haben sie schon mal etwas Vergleichbares gemacht? Hat es eine Ausschreibung für den Dienstleister gegeben?“ „Von der Kompetenz her traue ich das meinen Mitarbeitern zu. Wegen des Themas Ausschreibung müsste ich mich erkundigen, was im Hause üblich ist. Ich habe das Gefühl, der Kerl will mich testen, weil ja auch einige Kollegen so gegrinst haben?“. „Das kann durchaus sein. Also müssen Sie gegenhalten.“ „Und wie mache ich das?“ „Ihr Chef hat Sie ja aufgefordert, die Sache unter sich zu klären. Also ergreifen Sie die Initiative. Klären Sie zuerst das Thema Ausschreibung. Sprechen Sie dann mit Ihren Mitarbeitern, wer sich in diesem Thema gut auskennt. Prüfen Sie, welche andere Abteilung mit diesem Projekt noch befasst ist, und besprechen Sie vorab mit den jeweiligen Kollegen, wen er in das Projekt entsenden würde. Schreiben Sie dann Ihrem Chef eine Mail oder telefonieren Sie mit ihm, wie Sie gedenken, das Projekt umzusetzen. Überlegen Sie sich Alternativen für den möglichen Dienstleister. All das muss schnell passieren.“ „Oh Gott, ich habe eigentlich genug zu tun“. „Ja, das kenne ich, aber jetzt gilt es Terrain zu behaupten, und das hat Priorität“. „Ok“, sagte sie, und wie soll es dann weitergehen?“ „Wenn Sie alles vorbereitet haben, laden Sie Herrn Schnelle baldmöglichst in Ihr Büro ein, am besten mit einem Ihrer Mitarbeiter, der in diesem Thema kompetent ist. Sie werden sehen, dass Herr Schnelle zumindest überrascht ist, denn das wird er nicht erwarten. Eröffnen Sie ihm ganz ruhig, wie Sie das Projekt aufsetzen und durchführen wollen“. „Glauben Sie, er lässt sich das gefallen?“ „Das weiß ich nicht. Aber wenn Sie nichts tun, haben Sie schon verloren. Wenn es zum ernsthaften Konflikt kommt, gehen Sie in die nächste Runde“. „Aber nur, wenn Sie dabei sind“. Ich lachte und sagte: „Schaun mer mal ….“ Eine Woche später rief sie erneut an. „Und, wie ging es“, fragte ich. „Sehr gut, es war doch wohl nur ein Test ….“ „…den Sie bestanden haben bis zum nächsten.“ Wir lachten beide und sie sagte: „Aber dafür habe ich ja Sie“.
 
Wenn Sie nichts tun, haben Sie schon verloren.

 
 
 
 

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