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Das Buch "Change - Wendepunkte im Beruf erfolgreich gestalten"

 

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Wir alle erleben immer wieder Situationen, die uns vor eine besondere Herausforderung stellen. Der Verlust des Jobs ist eine solche. Manchmal passiert es schleichend, manchmal kommt es wie ein Paukenschlag, aber die Empfindung ist fast immer eine existenzbedrohende. Nicht mehr gebraucht zu werden, seine Familie nicht mehr unterhalten, seine finanziellen Verpflichtungen nicht mehr erfüllen zu können, solche Gedanken verdichten sich in diesen Momenten zu einem einzigen: Wie soll es weitergehen?
Das Buch "Change - Wendepunkte im Beruf erfolgreich gestalten" will Mut machen, auch in diesen dunklen Stunden den Silberstreif am Horizont zu sehen, zu erkennen, dass man nicht chancenlos ist, so sehr die augenblickliche Situation sich auch so anfühlen mag.

 

 

Wenn die Zeit knapp wird …
 
„Jetzt sind wir schon sechs Monate unterwegs, und es ist immer noch kein Job in Sicht. Langsam werde ich nervös“. Er sah mich an mit einer Mischung aus Enttäuschung und Erwartung. „Wenn ich mich recht erinnere, hatten Sie gesagt, in diesem Zeitraum würden wir etwas finden“. Herr Fiedler war kaufmännischer Leiter eines mittelgroßen Unternehmens gewesen, hatte seine Ausbildung klassisch über eine Lehre begonnen und dann seinen Betriebswirt neben dem Beruf an einer Fachhochschule gemacht. Er war Anfang fünfzig, ein wenig rundlich, trug eine Brille mit dicken Gläsern und vom Typ her eher zurückhaltend. Die Kündigung war für ihn sehr überraschend gekommen, im Nachhinein aber durchaus verständlich. Das Unternehmen war von einem internationalen Konzern übernommen worden, und er ein Opfer der vorhandenen Doppelstrukturen. Dazu beigetragen hatte sicherlich auch, dass seine Fremdsprachenkenntnisse nicht sehr ausgeprägt waren und er es bisher nur mit Jahresabschlüssen nach HGB zu tun gehabt hatte. Anfangs hatte er es nicht verstanden, war er doch über 10 Jahre in diesem mittelständischen Familienbetrieb gewesen und hätte sich nie vorstellen können, dass es ihn einmal trifft. Er hatte einen guten familiären Hintergrund, seine Frau arbeitete halbtags, seine beiden Kinder gingen noch zur Schule. Sie bewohnten ein schönes Haus, waren eingebettet in der Gemeinde, in der sie lebten. Während des Coachings hatten wir geklärt, dass der Aktionsradius für die Stelle so sein sollte, dass er nicht umziehen musste. Ich sah ihn an: „Das ist richtig, das war unsere Zielvorstellung. Aber ich habe Ihnen auch gesagt, dass wir Chancen aufdecken können, aber Jobs backen, können wir nicht“.  „Na, dann hat das ja noch nicht so richtig geklappt, oder?“ Die Kritik in seiner Stimme war unüberhörbar. „Vielleicht liegt es ja an den Unterlagen. Ein Bekannter von mir meinte, die seien zu lang. Oder die Gehaltsforderung ist zu hoch. Ich wäre ja auch mit deutlich weniger zufrieden und müsste auch nicht unbedingt kaufmännischer Leiter sein“. Ich kannte diese Argumente, und natürlich konnte ich seine
Unzufriedenheit nachvollziehen. Ein Bewerbungsprozess kann so laufen, aber das Wichtigste ist, wie bei vielen anderen Dingen im Leben: Linie halten. „Lassen Sie uns nochmal gemeinsam in Ihre Datei Bewerbungsrückläufe schauen“. Er blickte mich leicht irritiert an, denn diese Antwort hatte er wohl nicht erwartet. „Sehen Sie“, sagte ich, „Sie haben viele Einladungen zu Gesprächen mit Personalberatern gehabt. Glauben Sie, diese hätten Sie sehen wollen, wenn sie nicht überzeugt gewesen wären von Ihren Unterlagen?“ Dieses Argument schien zu wirken. „Ja, schon, aber es führte ja nur in wenigen Fällen weiter. Und auch die daraus folgenden Gespräch endeten schnell“. „Da sind wir am entscheidenden Punkt“, sagte ich. „Wir agieren auf einem Markt, wie es viele andere gibt. Auf diesem wird mit Arbeitskraft gehandelt. Und es scheint so, als gäbe es im Moment nicht das richtige Angebot für Ihre Qualifikation. Das kann in wenigen Wochen schon ganz anders aussehen“. „Ok, aber ich habe nur noch drei Monate Zeit, dann bin ich arbeitslos. Und das verschlechtert meine Situation noch deutlich mehr. Dann nehme ich doch lieber einen Job, wo ich weniger verdiene. Ich muss nicht kaufmännischer Leiter sein“. „Ich verstehe. Trotzdem ist es nicht hilfreich, sich unter Wert anzubieten. Ein neuer Arbeitgeber wird sehr darauf achten. Er weiß sehr genau, dass Sie einen Rückschritt nur temporär machen und vielleicht bei einer besseren Chance bald wieder weg sind. Das funktioniert meistens nicht“. Fragend sah er mich an. „Und, was machen wir jetzt?“ Die Stimmung hatte sich verändert, und er war nun wieder offen, gemeinsam und konstruktiv mit mir an seiner Zukunft zu arbeiten. Wir gingen seine Unterlagen nochmal gründlich durch. Ich bot ihm eine kürzere Variante seines Lebenslaufes an, ermunterte ihn, Tests zu machen, damit er sah, dass es daran nicht liegen konnte. Und ich fragte ihn, wieweit er mit seiner Weiterbildung sei in Sachen Englisch und internationale Rechnungslegung. Da könnten wir nochmal punkten, wenn er demnächst seine Zertifikate erhalten würde. Einen Monat später hatte er plötzlich drei Einladungen in einer Woche. Wir bereiteten diese vor. Frisch motiviert ging er in die nächsten Gespräche, und wir waren wieder auf gutem Weg.
 
Ein Rückschritt bleibt ein Rückschritt

 
 
 
 

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