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Das Buch "Change - Wendepunkte im Beruf erfolgreich gestalten"

 

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Wir alle erleben immer wieder Situationen, die uns vor eine besondere Herausforderung stellen. Der Verlust des Jobs ist eine solche. Manchmal passiert es schleichend, manchmal kommt es wie ein Paukenschlag, aber die Empfindung ist fast immer eine existenzbedrohende. Nicht mehr gebraucht zu werden, seine Familie nicht mehr unterhalten, seine finanziellen Verpflichtungen nicht mehr erfüllen zu können, solche Gedanken verdichten sich in diesen Momenten zu einem einzigen: Wie soll es weitergehen?
Das Buch "Change - Wendepunkte im Beruf erfolgreich gestalten" will Mut machen, auch in diesen dunklen Stunden den Silberstreif am Horizont zu sehen, zu erkennen, dass man nicht chancenlos ist, so sehr die augenblickliche Situation sich auch so anfühlen mag.

 

 

Auf zu neuen Ufern!
 
Die Stimmung im Unternehmen war schlecht. Jeder spürte das, in den Büros, auf den Fluren, ja selbst in der Kantine. Der Vorstand hatte vor einigen Monaten eine Reorganisation in die Wege geleitet. Die Berater waren im Haus und unterzogen alle Abteilungen Audits, überprüften jede Stelle, jeden Prozess. Keiner konnte sicher sein, was am Ende herauskommen würde. Auch die Führungskräfte wussten nicht viel. Zwar hatte der Vorstand uns vier Wochen vorher in Kenntnis gesetzt, dass Berater ins Haus kämen und mit welcher Zielsetzung diese unterwegs seien, aber das hatte die Unsicherheit eher noch vergrößert. Ich war jetzt seit zwölf Jahren im Unternehmen, hatte mir eine gute Position als Marketing- und Salesmanager erarbeitet und hoffte natürlich, dass meine kleine Einheit weiter gebraucht würde. Schließlich hatte ich einiges erreicht, konnte gute Umsätze vorweisen und war bei meinen Kunden anerkannt und gern gesehen. Nun, das war erst meine zweite Stelle nach dem Studium, und ich hatte dem Unternehmen immer loyal gedient. Aber wer weiß? Der neue Vorstand, der neue Hauptaktionär – es konnte alles passieren, auch einem altgedienten Manager wie mir. Als ich zum Personalgespräch gebeten wurde, schwankte ich zwischen Hoffen und Bangen. Neue Aufgaben, größere Abteilung, oder mich woanders einsortieren müssen? Es kam alles ganz anders. Freundlich lächelnd, aber kühl eröffnete mir der Personalleiter, dass im Zuge der Neuordnung des Bereichs Marketing & Sales meine Stelle wegfiele. Ich fiel aus allen Wolken. Damit hatte ich nicht gerechnet. Herr Baumann, der Personalchef, hatte dies natürlich bemerkt und sagte ruhig und freundlich: „Herr Meister, das tut mir natürlich leid, dass wir Ihnen nichts anderes anbieten können. Glauben Sie mir, wir haben uns innerhalb des Konzerns umgesehen, aber leider keine Alternative gefunden. Unser Angebot für den Aufhebungsvertrag haben wir im Rahmen unserer Möglichkeiten für Sie optimal ausgestaltet. Neben einer Abfindung bieten wir Ihnen auch an, dass ein spezialisiertes Unternehmen Sie bei der Suche nach einem neuen Job aktiv unterstützt.“ Ich lächelte etwas gequält und erwiderte: „Das muss ich erst mal verdauen“. Herr Baumann warf mir einen verständnisvollen Blick zu, ich erhob mich und wir verabschiedeten uns. Warum ich? Warum nicht Müller? Der war bei weitem nicht so gut wie ich. Aber bei den Sitzungen verstand er immer zu glänzen. Als ich nach Hause kam, war meine Frau nicht weniger enttäuscht. Aber pragmatisch, wie sie war, suchte sie sofort nach Lösungen. „Du sagst doch immer, Du hast so ein großes Netzwerk. Nutze doch Deine Verbindungen“. Man hatte mich auch schnell freigestellt, also hatte ich jetzt auch Zeit, mich sofort darum zu kümmern. Und es funktionierte auch ganz gut. Allerdings zeigte sich sehr schnell, dass nicht der Job dabei war, der zu mir passte. Oder hatte ich während dieses Prozesses überhaupt erst gemerkt, dass ich gar nicht so richtig wusste, was ich wollte? Wieder war es meine Frau, die mich in diesem Gedanken bestärkte. „Du hast doch dieses Angebot, zu NewPlacement zu gehen. Nutze das doch, das könnte Dir helfen?“ Warum nicht, dachte ich bei mir, rief den Coach an, den mir Herr Baumann genannt hatte, und vereinbarte einen Termin. Herr Friedmann war ein sportlicher Mittfünfziger, sympathisch mit freundlichen graublauen Augen. Er begrüßte mich freundlich und wir sprachen ausführlich über meine Situation. Es tat mir gut, wie er aufmerksam zuhörte, sich Notizen machte, an manchen Stellen nachfragte. Und je länger wir redeten, umso besser fühlte ich mich. Ich konnte mit diesem noch vor wenigen Stunden wildfremden Menschen über alles reden, was mich bewegte: meine Wut über diese Ungerechtigkeit, dass es mich getroffen hatte, meine Enttäuschung, dass man im Unternehmen offensichtlich meinen Wert nicht sah, und meine Angst und Unsicherheit, wie es weitergehen sollte. „Herr Meister“, sagte er, „ich verstehe Sie gut. Das ist für jeden ein Schock. Aber versuchen Sie einmal das Positive zu sehen. Durch die Abfindung sind Sie mindestens ein Jahr finanziell abgesichert, und unser Coaching gibt Ihnen die Chance, in aller Ruhe über neue Wege nachzudenken. Diese Möglichkeit hat nicht jeder“. Ich zögerte ein wenig, sagte dann aber doch: „Wahrscheinlich haben Sie recht. Ich werde darüber nachdenken“. Wir verabredeten einen neuen Termin, denn für mich war im Laufe des Gesprächs klargeworden, er wird mein Coach. Zuhause erzählte ich meiner Frau vom Ablauf des Gesprächs. Sie bestärkte mich, diesen Weg zu gehen, und so begannen die Beratungen mit Herrn Friedmann gleich in den nächsten Tagen. Ich war überrascht, wie gründlich wir uns gemeinsam in mein Leben vertieften. Biografische Zeitreise nannte Herr Friedmann das. Und als er mir mein Leben spiegelte, sah ich vieles klarer und anders als vorher. Das war ein spannender Prozess. Jetzt verstand ich, warum ich eher zurückhaltend bin, wenn es um meine eigene Leistung geht. Mir wurde klar, dass ich meine Erfolge im Markt und mit meinen Kunden viel zu wenig an geeigneter Stelle im Unternehmen bewusst dargestellt hatte. Meine eigene Bescheidenheit zeigte sich als Lernfeld für die Zukunft. Aus der Kenntnis meiner Biografie und der intensiven Aufarbeitung meines beruflichen Lebens entstand ein Profil, von dem auch ich überzeugt war, dass es Interesse am Markt weckt. Dahinter konnte ich stehen. Mit das Spannendste für mich war, als wir uns in der Zielfindung befanden. Herr Friedmann und ich diskutierten über viele Möglichkeiten, die sich aus dem neu erarbeiteten Profil ergaben. „Was davon würden Sie am liebsten machen?“ Mein Coach sah mich auffordernd an. „Wenn Sie mich so fragen, dann wäre ich am liebsten selbständig als Unternehmensberater und Coach für Marketing & Vertrieb“. „Ok, dann schauen wir mal, wie Sie das am besten erreichen“. Und sofort ging es ans Werk. Wir entwarfen gemeinsam einen Fahrplan. Ich startete bald darauf als Interimsmanger in einem mittelständischen Unternehmen der Medizintechnik, um dort eine neue Vertriebsmannschaft aufzubauen und zu trainieren. Parallel absolviere ich derzeit eine Coachingausbildung. Und gemeinsam mit meinem Coach arbeite ich an dem Thema Selbständigkeit. Alles ist im Werden, und ich fühle mich gut dabei. Wie sagt Herr Friedmann immer? Schauen Sie zuerst auf das Positive.
Das ist mein neues Leitmotiv.

 
 
 
 

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