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Das Buch "Change - Wendepunkte im Beruf erfolgreich gestalten"

 

Hier können Sie das Buch bestellen.

 

Wir alle erleben immer wieder Situationen, die uns vor eine besondere Herausforderung stellen. Der Verlust des Jobs ist eine solche. Manchmal passiert es schleichend, manchmal kommt es wie ein Paukenschlag, aber die Empfindung ist fast immer eine existenzbedrohende. Nicht mehr gebraucht zu werden, seine Familie nicht mehr unterhalten, seine finanziellen Verpflichtungen nicht mehr erfüllen zu können, solche Gedanken verdichten sich in diesen Momenten zu einem einzigen: Wie soll es weitergehen?
Das Buch "Change - Wendepunkte im Beruf erfolgreich gestalten" will Mut machen, auch in diesen dunklen Stunden den Silberstreif am Horizont zu sehen, zu erkennen, dass man nicht chancenlos ist, so sehr die augenblickliche Situation sich auch so anfühlen mag.

 

 

Mein neuer Chef ist der Markt!

„Wie laufen Ihre Projekte?“ Wir telefonierten regelmäßig miteinander, und er klang entspannt, als er sagte: „Ich bin zufrieden. Könnte mehr sein, aber ist ok“. Das war eine gute Botschaft. Vor einem Jahr hatte das noch ganz anders ausgesehen. Wir kannten uns von früher als er zu mir ins Coaching kam. „Ist das ein Problem für Sie?“ hatte er mich sehr direkt gefragt. Und ich hatte ihm geantwortet, wir seien beide professionell genug, damit umzugehen. Coaching braucht Nähe und Distanz zugleich. Und es zeigte sich in der gemeinsamen Arbeit recht schnell, dass wir gut miteinander zurechtkamen. Herr Karbach war Anfang fünfzig und Vertriebsleiter eines Medienhauses. Es hatte schon eine Weile zwischen ihm und seinem neuen Chef geknirscht. Dieser verstand wenig von der Branche und hatte eine völlig andere Sicht auf das Thema Vertrieb. Hinzu kam, dass die Medienbranche immer stärker unter Druck stand und es immer schwieriger wurde, die Vertriebsziele zu erreichen. Die Anforderungen des Chefs wurden immer mehr zu einer Mission impossible. Und so kam es letzten Endes zu einer eher unschönen Trennung, die meinen Coachee erst mal sehr belastet hatte. Das wirkte nach, und in unserer Biografiearbeit zeigte sich sehr schnell, dass es Einiges zu tun gab. Wir erarbeiteten seine Stärken und Schwächen, sprachen sehr ausführlich über seine Erfolge, aber auch darüber, was mal schiefgegangen war, vor allem aber darüber, was ihm wirklich Freude machte. Und es zeigte sich, dass er in das Thema Vertrieb über verschiedene Jobs hineingewachsen war, eher zufällig von Jobchancen bestimmt und immer aus einem gewissen Druck heraus, genügend Geld zu verdienen, um den Lebensunterhalt seiner Familie zu bestreiten. Das war der Ausgangspunkt unserer Zielfindungsdiskussion. Wir hatten herausgearbeitet, dass seine größten Chancen natürlich im Vertriebsumfeld bestanden, seine Talente aber ganz woanders lagen. Ich fragte ihn: „Was wäre, wenn Sie sich einmal vorstellen, dem zu folgen, was Ihrer Neigung entspricht und was ja auch mal Ausgangspunkt von Studium und erster Berufserfahrung war?“ Er hatte Design studiert, anfangs auch in diesem Feld gearbeitet, und dann hatte es sich anders entwickelt. Er schaute mich an und sagte: „Das wäre natürlich schön, aber das ist so lange her. Wie will ich damit so viel Geld verdienen, dass ich meinen ganzen Kostenapparat bezahlen kann?“ Ich erinnerte mich eines Zitates von Seneca und sagte: „Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer“, und ließ den Satz wirken. Es entstand eine kleine Pause. Dann antwortete er: „Ja, wenn ich nochmal 30 wäre, dann ginge es vielleicht. Jetzt, mit den ganzen Verpflichtungen, Haus, Familie, Kinder in der Ausbildung, wie soll das gehen?“ Ich nahm mir noch eine Tasse Kaffee, schenkte auch ihm ein und sagte nur: „Sie müssen es wollen, und wir brauchen einen Plan. Denken Sie in Ruhe darüber nach. Sprechen Sie mit Ihrer Frau. Wir können das Thema dann auch gerne zu dritt besprechen. Und wenn es für Sie eine Option ist, die Sie prüfen wollen, dann werde ich Sie zu dem Punkt führen, an dem Sie entscheiden können, ob Sie diesen Weg gehen möchten“. So geschah es. Auch wenn der folgende Prozess immer wieder von Ängsten und Zweifeln begleitet war und es manch kritischen Punkt, auch finanziell, zu überwinden galt, so arbeiteten wir doch kontinuierlich an der Verwirklichung seiner Idee: Eine Agentur für Kommunikation und Design mit einer eigenen Design-Linie. So konnte er seine Kreativität mit seiner hart erworbenen Vertriebsstärke in seinem neuen Business ideal verbinden, bekam bald die ersten Aufträge und gewann immer mehr Zuversicht in sein eigenes Können. Es war kurz vor Weihnachten im Jahr der Gründung, als er mich anrief. Er klang begeistert: „Ich habe meine Planzahlen genau erreicht“. Ich freute mich, und seitdem telefonierten wir regelmäßig, und ich spürte, wie von Mal zu Mal Freude und Sicherheit wuchsen.
 
Sie müssen es wollen, und wir brauchen einen Plan.
 

 
 
 
 

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